Ist die Wanderung der Rentiere zu den Weidegründen Tierquälerei?

Nachdem ca. 300 Rentiere während ihrer Wanderung zu den Weidegründen auf dem Eis des Sees Kutjaure einbrachen und ertranken, wurde die Rentiergemeinde (sameby) Sirges von Tierschützern angezeigt. Der ohnehin schon tragische Verlust an Tieren, der durch zu dünnes Eis, bedingt durch die Klimaerwärmung, selbst in der kalten Jahreszeit entstand, traf die Gemeinde außerordentlich. Rentiere müssen die Weideplätze seit Jahrtausenden wechseln und die Routen folgen seit dieser Zeit teilweise den Gewässern.

Zur Verzweiflung der Sami, was zukünftig werden soll, kam nun auch noch der Vorwurf der Tierquälerei. Doch schließlich ließ der Ankläger Magnus Nilsson auf Anraten der Polizei und den Hinweis auf die Unsinnigkeit solch einer Anklage seinen Vorwurf wieder fallen.
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