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Kein Märchen...

... oder eine nordhessische Geschichte, die am Nordrand Europas begann.

Seit einiger Zeit erzählen sich die Rentierleute Lapplands die märchenhafte Geschichte
einer ihrer Stammesgenossinnen. Die Geschichte brauchte über 420 Jahre um von Nordhessen an den Nordrand Europas zurückzukehren.

Die Geschichte der „WILDEN LAPPENFRAU UND IHRER FREMDEN REHE“
„….det var en gang en Samekvinna…..
„….es war einmal eine Samifrau. Sie war jung, kräftig und sie war es gewohnt mit ihren Rentieren weite Wanderungen zu unternehmen.

Eines Tages trat der Stammesälteste und ein junger Edelmann in ihr Nomadenzelt. Er habe zwölf Rentiere gekauft, sagte der Fremde und diese sollten zu einem fernen Ort südlich der Schneeberge gebracht werden. Als Betreuerin der Tiere solle sie schnell ihr Bündel packen und mitkommen. Die junge Sami-Frau, die eigentlich noch ein Mädchen war, erschrak zunächst. Dann fügte sie sich aber in ihr Schicksal und dachte, dass sie sicher wieder den Weg zurück in ihr Heimatdorf findet.
So machte sich die kleine Karawane auf den Weg. Wochenlang ging es durch tiefe Wälder und über das große Meer, die Reise wollte einfach nicht enden und auch den Rentieren ging es nicht gut. Dann endlich kam die Gesellschaft in einem Wald mit großen Bäumen an. Auf einem Berg stand ein riesiges, steinernes Haus mit hohen Türmen. Die Menschen sprachen eine seltsame Sprache und benahmen sich eigenartig. Von allen Seiten wurde sie und ihre Rentiere begafft. Am meisten machte ihr aber zu schaffen, dass die geliebten Rentiere, die einzigen Vertrauten aus der Heimat, immer schwächer wurden. Moose und Flechten, die sie so sehr mochten gab es nicht und das dargereichte fremde Gras und Futter machte sie immer kranker. Ach, wie sehr sehnte sie sich wieder zurück in die Weiten der Tundra und die Tiefen der Taigawälder ihrer Heimat. Es brach ihr das Herz, aber auch sie konnte nicht verhindern, dass ein Tier nach dem anderen verstarb. Das Sami-Mädchen litt sehr unter dem Verlust und obwohl sich die fremden Leute große Mühe gaben um es aufzumuntern, konnte es nicht mehr glücklich sein. Auch wenn es von seinem Kummer erzählte, wurde es von den Leuten nicht verstanden. So geschah es, dass das traurige junge Sami-Mädchen eines Tages verschwand. Man erzählt sich, es sei seinen Rentieren gefolgt.


Die Rückkehr nach Nordhessen

Betrachtet man die eigene Historie der Sami als letztes Urvolk Europas, versteht man, warum das Schicksal der nordhessischen Samifrau solche Anteilnahme bei ihnen auslöste und den Wunsch erwachsen ließ, den letzten Wohnort ihrer Urahnin zu besuchen. Dieser Wunsch ging als erstes für... 

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Nach über 400 Jahren nicht mehr namenlos.

Wie sehr das historische Schicksal der Samin im fernen Deutschland die Rentierleute des hohen Nordens bewegt, beweist auch das Engagement von Nina Afanasjeva, einer Kildin-Samin von der russischen Kola-Halbinsel im Eismeer. Ehemals selbst zwangsumgesiedelt, teilt sie, wie viele Sami, ihre... 

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Wie es die Chronisten sahen.

Die Begebenheit spielte sich tatsächlich Anno 1580 im nordhessischen Reinhardswald am Fuße der Sababurg ab. Der damalige Landgraf Wilhelm IV. von Hessen Kassel war nicht nur ein begeisterter Jäger, sondern auch ein leidenschaftlicher Naturwissenschaftler und Wildbiologe. In einem... 

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Wie geht die Geschichte weiter?

Obwohl sich die Geschichte der Samifrau schon vor ungefähr 420 Jahren abspielte und unterdessen längst Historie ist, hat sie nichts an Aktualität bezüglich der heutigen Situation der Sami verloren. Trotz offizieller Duldung und Integration in den vier nordeuropäischen... 

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Lappland-Nachrichten
...Nationalsång på nationaldag...
...samische Nationalhymne am Nationalfeiertag der Sami...6 februari...
...Nationalsång på nationaldag... ...samische Nationalhymne am Nationalfeiertag der Sami...6 februari......
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