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Wie es die Chronisten sahen.

Die Begebenheit spielte sich tatsächlich Anno 1580 im nordhessischen Reinhardswald am Fuße der Sababurg ab.

Der damalige Landgraf Wilhelm IV. von Hessen Kassel war nicht nur ein begeisterter Jäger, sondern auch ein leidenschaftlicher Naturwissenschaftler und Wildbiologe. In einem am Fuße der Sababurg errichteten Wildgehege hielt er Hirsche, Gemsen und Elche. Nach einer Erweiterung bat er seinen Freund, den dänischen Astronom Tycho Brahe, um Rentiere. Nach langer Suche wurde man in Schweden fündig und konnte die Tiere von Herzog Karl von Schweden kaufen. Mit den Rentieren trat auch eine junge Sami-Frau die Reise an. Sie sollte die Tiere versorgen. Nach langer Wanderung und Seefahrt gelangte man im Seehafen von Bremen an, wo die kostbare Fracht auf einen Flusskahn umgeladen und die Weser aufwärts bis nach Gieselwerder gebracht wurde. Dort war die Ankunft der „frembden Reyhe“ und der „wilden Lappenfrau“ eine Sensation.
Diese machte jedoch keinen glücklichen Eindruck. Sie war von der langen Reise sehr mitgenommen und „knurrte, auf einem Fellbündel inmitten ihre Rentiere sitzend, die fremden Menschen an“, wie Zeitzeugen berichten. Aber auch die Tiere hatten gelitten. Obwohl sie mit gesalzenem Brot gefüttert wurden und mit Pferdewagen zur Sababurg gefahren wurden, verstarben schon am nächsten Morgen zwei von ihnen. Die Übrigen erholten sich zunächst und sorgten mit ihrer Herrin für eine erste „Sababurger Attraktion“. Doch schon bald fanden auch die restlichen „skandinavischen Ureinwohner“ das schon erwähnte, traurige Ende.


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